AllgemeinesFrettchen sollten nie allein gehalten werden, sondern mindestens zu zweit. Vielfach ist zu lesen, das sie immer zu zweit, viert, sechst, ... usw gehalten werden sollten. Nach unserer Erfahrung ist das aber nicht zwingend notwendig; Unsere spielen auch des öfteren im Dreierpack. Allerdings kann es bei der Haltung mehrerer Frettchen auch mal vorkommen, das die Menschen links liegen gelassen werden. Wenn wir mit unseren Fretts toben, kann es passieren, das sie nach einer Weile nur noch miteinander rangeln und uns dabei gar nicht mehr beachten. Wenn sie ihre Energie dann abgebaut haben kommen sie aber doch wieder zu uns. Meistens um zu kuscheln. Hat man sich für Frettchen entschieden, sollte man sich an Vereine oder Frettchenhalter in der Nähe wenden. Diese helfen meist gerne weiter. Auch einige Tierheime haben manchmal Frettchen zu vermitteln. Denn auch Frettchen aus "zweiter Hand" gewöhnen sich gut an die neuen Menschen (eigene Erfahrung). Allerdings ist hier Zeit und Geduld gefragt, denn Frettchen aus dem Tierheim sind nicht unbedingt "Anfänger" - Frettchen. Dabei kommt es unserer Meinung nach auch auf die Vorgeschichte des Tieres an. Der Preis für ein Frettchen ist sehr unterschiedlich. Je nachdem ob es bereits geimpft und kastriert ist. Die Kastration einer Fähe z.B. kostet hier bei uns ca. 90,- €. Das ist aber wahrscheinlich je nach Ort und Bundesland verschieden. Eine Kastration ist bei der Wohnungshaltung und auch der Gesundheit der Tiere zu liebe unbedingt zu empfehlen (siehe "Kastration"). Eine Impfung liegt bei ca. 50,- € (jedenfalls bei uns / kann je nach Wohnort variieren). Die Materialkosten für einen Käfig (beim Selbstbau) liegen bei ca. 100,- bis 150,- €; Spielzeug und andere Kleinteile nicht mitgerechnet Das Futter kostet um die 4,- € pro Tag, je nach Futtersorten (Abwechslung ist angesagt). Dann kommt noch Streu (für's Frettchenklo) dazu, ca. 8,- € je Monat. Hinzu kommen noch Tierarzt, eventuelle Medikamente, Frettchenklos und andere Kleinigkeiten. |
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Vor der AnschaffungBevor ich mir Frettchen ins Haus hole, muß ich mir einige Grundsatzfragen stellen: Was sind Frettchen eigentlich und sind sie für mich geeignet? Bin ich bereit meine Wohnung entsprechend umzugestalten? Habe ich die Zeit mich um die Tiere zu kümmern? Bin ich bereit auf jedes Tier einzeln einzugehen? Habe ich genügend Platz für einen großen Käfig, oder gar ein eigenes Zimmer? Bin ich bereit die Katzenklos jeden Tag zu reinigen? Nehme ich es in Kauf, das auch öfter mal ein Sch... daneben geht? Bin ich bereit die laufenden Tierarztkosten zu tragen? Nur wer alle diese Fragen mit JA beantwortet sollte sich Frettchen anschaffen. |
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Eigenarten
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Haltung"Die freie Wohnungshaltung ist nicht zu empfehlen!" Diese oder ähnliche Aussagen lesen wir immer wieder in den diversen Veröffentlichungen über die Haltung von Frettchen. Warum eigentlich? Hauptargument dabei ist, das man bei dieser Form der Haltung die Fretts nicht im Auge behalten kann. Außerdem wäre die Wohnung nicht sicher genug zu machen. Mal ehrlich: Was für ein Blödsinn! Da die Fretts sowieso ihren täglichen mehrstündigen Auslauf in der Wohnung brauchen, muß diese 'eh frettchensicher gemacht werden. Und uns kann keiner erzählen, das er / sie die Tiere während eines zwei- oder dreistündigen Auslaufs jede Sekunde im Auge hat. Im Gegensatz dazu ist die Käfighaltung unserer Meinung nach in vielen Fällen nicht besonders empfehlenswert. Besonders dann, wenn man so sieht in was ominösen Konstruktionen die Tiere teilweise gehalten werden. Bei uns leben die Fretts in freier Wohnungshaltung. Dabei ist natürlich zu beachten, das alles was den kleinen neugierigen Räubern schaden könnte, wegzuschließen oder außer Reichweite zu stellen ist. Da Frettchen dazu neigen sich an allen möglichen und unmöglichen Stellen Verstecke zu suchen, um dort z.B. ihr Futterbunkern, muß die Wohnung auch täglich auf solche Futterreste untersucht werden. Nach einiger Zeit hat man aber die bevorzugten Stellen herausgefunden. Man muß dabei natürlich auch eine gewisse Beschränkung seiner eigenen Bewegungsfreiheit in Kauf nehmen. Fretts sind von Natur aus äußerst neugierig. Das bedeutet im Klartext: Geht ihr Mensch durch die Wohnung, gehen sie mit; Das heißt sie laufen einem durch die Beine und zwischen den Füßen durch, um ja nichts zu verpassen. Hantiert man mit irgend etwas herum, dann wollen die Kurzen ganz genau sehen, was man da hat. Aber sie warten nicht etwa ab bis man es ihnen zeigt, sondern sie erobern einen im Sturm. Kratzen an den Hosenbeinen oder klettern sie hoch. Aber diese Form der Haltung lohnt sich, denn: Je mehr Auslauf die Fretts haben, desto ausgeglichener sind sie! Ein Frett, welches die meiste Zeit des Tages eingesperrt ist, hat während des Auslaufs meist keine Zeit zum kuscheln und schmusen. Denn sie müssen dann die wenige Zeit dazu verwenden ihr angestaute Energie abzubauen. Wenn Ihr sehen wollt wie unsere Fretts leben, dann wechselt einfach mit einem Klick zu ihrer Wohnung. Dort könnt Ihr dann sehen, wie die Rabauken bei uns so untergebracht sind. Wichtig ist auch, das die Umgebung der Fretts abwechslungsreich gestaltet ist. Drainagerohre, Höhlen aus Kartons, Klettermöglichkeiten und diverses Spielzeug sollten schon sein. Zum Spielzeug ist zu sagen, das es nicht ständig neu gekauft werden muß. Wenn man ihnen schon vorhandenes Spielzeug wegnimmt und es ihnen nach einigen Tagen wiedergibt, dann wird wieder ausgiebig damit getobt. Unsere spielen sowieso lieber mit Tüchern, die über den Boden gezogen werden. Auch Stofftiere sind sehr beliebt. |
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ErnährungDie richtige Ernährung der Fretts ist wohl der Hauptstreitpunkt unter Frettchenhaltern. Jeder hat da so seinen eigenen Vorstellungen und Ideen. Wichtig ist nur zu bedenken, das Frettchen zur Hauptsache Fleischfresser sind. Deshalb ist unbedingt darauf zu achten, das der Fleischanteil beim Fertigfutter möglichst hoch ist. Unsere bekommen hochwertiges Naß- und Trockenfutter ("Premium") für Katzen; Desweiteren bekommen sie spezielles Trockenfutter für Frettchen. Hauptbestandteil der Ernährung muß aber unbedingt frisches Fleisch sein. Unsere Fretts bekommen deshalb Hühnerherzen -u. mägen, Putenmägen und Eintagsküken. Das ist zwar nicht unbedingt sehr nett anzuschauen, besonders dann wenn es Eintagsküken gibt. Aber unerlässlich, wenn man die Kurzen optimal ernähren will. Obst und Gemüse können in kleineren Mengen ab und zu gefüttert werden. Da die Fretts aber mit den pflanzlichen Nährstoffen wenig bis gar nichts anfangen können, sind diese Sachen mehr als Leckerchen anzusehen. Von Milch möchten wir abraten, in größeren Mengen führt sie zu Durchfall. Wir geben unseren Fretts statt dessen ab und zu Reismilch, die keine Lactose enthält, da sie rein pflanzlich ist. Yoghurt und Quark hingegen dürfen die Fretts bekommen (rühren unsere allerdings nicht an), da diese Produkte vergoren sind. Da unsere Fretts gesund, verspielt und auch sonst quicklebendig sind, gehen wir davon aus, das es auch mal ein paar Leckerchen geben darf. Es können Leckerlies für Katzen oder Hunde sein und alle zwei bis drei Wochen auch mal ein rohes Eigelb oder ein weich gekochtes Ei. Von Schokolade, Weingummi oder ähnlichen Naschereien ist dringend abzuraten! Fazit: Man muß schon selbst ausprobieren, was die Fretts am liebsten mögen. Aber nach unserer Meinung ist eines klar: Ohne ABWECHSLUNG läuft hier nichts. |
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ErziehungJedem der Frettchen hält stellt sich früher oder später die Frage: Als allererstes ist zu sagen, das Frettchen eigentlich nicht zu erziehen sind. Jedenfalls nicht so wie ein Hund. Im großen und ganzen machen Frettchen nur das was sie wollen. Sie haben halt ihren eigenen Kopf, unserer Meinung nach etwa vergleichbar mit einer Katze. Da ist zum Beispiel die Sachen mit den Namen. Von unseren Sechs hört eigentlich keiner so richtig darauf. Wenn man einen von Ihnen bei seinem Namen ruft, fühlen sich entweder alle angesprochen oder keiner. Manchmal kommt natürlich auch derjenige angelaufen, der gerade gerufen wurde. Aber das ist reine Glückssache. Wir haben des öfteren den Eindruck, das die Fretts 'eh alle denken sie hießen "Leckerchen". Denn wenn man "Leckerchen, Leckerchen!" ruft und dabei noch mit dem Glas klappert, kommen meistens alle sofort angerannt. Da unsere Fretts alle irgendwie Individualisten sind, hat natürlich auch jedes seine eigene "Macke". Unsere Bonnie zum Beispiel kratzt mit Vorliebe an der Eingangstür zur Wohnung. Als wir dort noch Teppich hatten, sah der auch dementsprechend aus. Jetzt, mit Laminat, hat sich das etwas gebessert. Und unser Clyde versucht jeden Blumentopf den er erreichen kann zu entern und dann auszugraben. Haben Frettchen erst mal so eine Unart entwickelt, ist es sehr schwer sie wieder davon abzubringen. Das klappt nur durch eine Ablenkung mit einem Spielzeug oder ähnlichem. Falsch wäre es sie durch ein Leckerlie davon abhalten zu wollen, die Fretts würden das als Belohnung ansehen. Sie machen dann gleich wieder mit dem Unfug weiter, nur um noch mal etwas zu bekommen. In einigen Fällen hilft es auch, sich der "Sprache" der Frettchen zu bedienen. Wenn man sie gerade dabei erwischt, wie sie irgendeinen Blödsinn anstellen, kann man sie leicht im Nackenfell fassen und etwas schütteln. Wenn man dann noch dabei faucht, heißt das in der Frettchensprache: "Hör sofort auf damit, ich will das nicht!". Klappt aber nicht jedesmal. Die Wirkung ist auch von Frett zu Frett verschieden. Da unsere Frettchen so ziemlich das neugierigste sind was wir kennen, müssen sie auch alles ganz genau untersuchen. Sie durchstöbern Bücherregale und zufällig offen gelassene Schränke, sie springen auf den Tisch und die Fensterbänke und räumen dabei alles um was ihnen in die Quere kommt. Haben sie erst mal raus, wie sie die Sachen erreichen können, sind sie durch nichts davon abzuhalten. Das einzige was bleibt, ist alles was kaputt gehen oder ihnen schaden könnte außer Reichweite zu stellen. Wenn man es genau nimmt, haben nicht wir unsere Fretts erzogen, sondern sie uns. Aber gerade ihre Individualität, ihre Neugier, ihr Tatendrang und nicht zuletzt ihr Charme, machen diese Tiere für uns so interessant. Man muß sie einfach gern haben! |
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KastrationDie Kastration ist ein wichtiges Thema bei der Haltung von Frettchen. Die Ranzzeit bei Frettchen beginnt im Frühjahr und geht bis zum Herbst. Dies kann aber durch die Wohnungshaltung und die hoffentlich gute Ernährung etwas schwanken. Gerade in der Heimtierhaltung kann es bei den Fähen zur sogenannten Dauerranz kommen. Diese führt in vielen Fällen zum Tod. Durch den dauernden Hormonüberschuß leiden die Tiere sehr stark. Sie nehmen drastisch ab und sämtliche Organe können angegriffen werden. Ist eine Fähe erst mal in eine Dauerranz verfallen hilft nur noch eine medikamentöse Behandlung und anschließende Kastration. Dieses war bei unserer Daisy der Fall. Sie kam als Abgabe-Frett zu uns mit allen typischen Symptomen der Dauerranz. Erst nach einer ca. zwei wöchigen Behandlung mit Medikamenten ließen die Symptome nach und sie konnte kastriert werden. Da sie schon im fortgeschrittenem Stadium ( starke Abmagerung, kirschgroße Vulva) der Ranz war, gehen wir davon aus, das sie ohne die sofortige Behandlung wahrscheinlich nicht überlebt hätte. Beim Rüden ist die Ranz zwar nicht so dramatisch, aber trotzdem sehr unangenehm. Wenn man sagen würde, das sie dann anfangen zu stinken, wäre das stark untertrieben. Außerdem ist es nicht möglich unkastrierte Rüden mit anderen Fretts zusammen zu halten. Sie würden ständig versuchen die Fähen zu decken und andere Rüden würden pausenlos attakiert. Zudem fangen die Rüden dann verstärkt an ihr Revier (also die Wohnung) an allen möglichen Stellen, durch das fallenlassen von Urintöpfchen, zu markieren. Eine weitere Begleiterscheinung die sehr unangenehm werden kann. Es ist darauf zu achten, das bei beiden Geschlechtern eine Kastration, und keine Sterilisation, vorgenommen wird. Denn bei einer Sterilisation wird zwar die Fortpflanzung vermieden, aber der Geschlechtsdrang mit allen Begleiterscheinungen (also auch die Dauerranz) bleiben erhalten. Nach der Kastration muß eine drei- bis vierwöchige Hormonumstellung berücksichtigt werden. |
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SpielzeugZum Thema Spielzeug könnte man sich endlos auslassen. Jeder Frettchenhalter hat da wohl so seine eigenen Erfahrungen gemacht. Wir wollen hier kurz schildern, was wir für geeignet halten und was unserer Ansicht nach weniger geignet ist.
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KrankheitZum Schluß wollen wir auch nicht verschweigen, das das ein oder anderere Frettchen für die verschiedensten Krankheiten anfällig sein kann. In den Jahren in denen wir uns jetzt mit Frettchen beschäftigen, sind uns schon so manche Krankheiten bei den Kurzen untergekommen. Hier eine kurze Aufzählung:
Sicherlich muß es nicht sein, das ausgerechnet Ihr Frettchen später einmal eine dieserKrankheiten, oder eine andere, bekommt. Aber man sollte sich schon darauf einstellen, das ein auch ein Frettchen mal krank wird. Hier muß man schon im Vorfeld dafür Sorge tragen, das auch das nötige "Kleingeld" für den eventuellen Tierarztbesuch und eine gegebenfalls notwendige Medikation vorhanden ist. |
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